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Zweite Chance für Solarmodule: iQma unterstützt PV-Projekt in Gambia

Was passiert eigentlich mit Photovoltaikmodulen, die in Deutschland ausgemustert werden, obwohl sie noch zuverlässig Strom erzeugen können?
Nachhaltigkeit
Photovoltaik
08.09.2026
PV-Projekt in Gambia

Was passiert eigentlich mit Photovoltaikmodulen, die in Deutschland ausgemustert werden, obwohl sie noch zuverlässig Strom erzeugen können? Vor allem bei Ü20-Anlagen oder Repowering-Projekten werden funktionierende Module oft ausgetauscht. Doch was dann? Im besten Fall bekommen sie eine zweite Aufgabe.

iQma energy unterstützt das studentische Projekt „Photovoltaik in Gambia“ der Hochschule Bochum mit ausgedienten PV-Modulen und zahlreichen weiteren Komponenten. Das gemeinsame Ziel: eine zuverlässige und nachhaltige Stromversorgung für einen neuen Kindergarten in Mahmuda in Gambia. Hier zeigt sich eindrucksvoll, wie viel Potenzial in funktionierender Technik steckt, die andernorts nicht mehr benötigt wird.

Für iQma ist das ein Projekt, das viele Dinge verbindet, für die das Unternehmen steht: durchdachte Energietechnik, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Lösungen, die ganz konkret etwas bewegen.

Was ist das Projekt „Photovoltaik in Gambia“?

Das Projektseminar der Hochschule Bochum bringt Studierende, wissenschaftliche Mitarbeitende und Professoren aus Bau- und Umweltingenieurwesen sowie Elektrotechnik zusammen. Gemeinsam entwickeln sie eine Photovoltaikanlage für einen Kindergarten des gemeinnützigen Vereins Human.Hope e. V. in Mahmuda.

Der Ansatz ist ebenso einfach wie sinnvoll: PV-Module, die in Deutschland nicht mehr eingesetzt werden, aber technisch noch funktionieren, werden geprüft, aufbereitet und in Gambia weitergenutzt.

Denn vor Ort in Westafrika ist eine zuverlässige Stromversorgung keineswegs selbstverständlich. Die Solaranlage soll deshalb künftig unter anderem die Beleuchtung und elektrische Geräte im Kindergarten mit Energie versorgen.

Technik weitergeben statt vorschnell aussortieren

Als die Verantwortlichen bei iQma energy von dem Projekt erfahren haben, mussten sie nicht lange überlegen.

iQma hat dem Projekt ausgediente Photovoltaikmodule sowie Wechselrichter, MPP-Regler, Kabel, Aluschienen und weitere Komponenten zur Verfügung gestellt. Weitere Unternehmen unterstützen das Vorhaben ebenfalls mit Modulen, Montagematerial und Werkzeug.

Für iQma sind Projekte wie diese besonders wichtig, weil Nachhaltigkeit nicht beim Verkauf einer neuen Photovoltaikanlage endet. Entscheidend ist, vorhandene Ressourcen sinnvoll einzusetzen und Energiesysteme über ihren gesamten Lebenszyklus zu betrachten. Denn oft stellt sich bei ausgedienten Anlagen oder Ü20-Anlagen die Frage, was mit der Technik geschieht. Schließlich können Solarmodule problemlos länger als 20 Jahre Strom produzieren. Wenn die Module technisch geprüft sind und weiterhin zuverlässig arbeiten, ist eine Weiternutzung ökologisch ausgesprochen sinnvoll.

Iqma Energy Pv Projekt Gambia

65 geprüfte Module: Erst testen, dann einsetzen

Natürlich reicht es nicht, gebrauchte Module einfach einzupacken und nach Gambia zu schicken. Damit die Anlage später zuverlässig funktioniert, wurde sie an der Hochschule Bochum zunächst sorgfältig geprüft.

Die gespendeten PV-Module wurden gereinigt und auf ihre elektrische Funktion und Leistung untersucht. 65 Module haben die Tests erfolgreich bestanden und sind weiterhin voll funktions- und leistungsfähig. 

Parallel dazu entwickelte das Projektteam das technische Anlagenkonzept. Analysiert wurden unter anderem Klimadaten, Lastprofile, mögliche Verschattung, Energieerträge und Energieflüsse. In die Planung fließen neben den PV-Modulen auch MPPT-Laderegler, Wechselrichter, Batteriespeicher, DC-Bus, Systemsteuerung, Montagekonstruktion und Verkabelung ein.

Projekte wie dieses zeigen: Nachhaltige Technik entfaltet ihren größten Wert dann, wenn sie verstanden, gepflegt und langfristig genutzt werden kann.

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