PV-Module aus dem Netz: Günstig oder gefährlich?
Solarmodule werden immer günstiger. Das ist für alle, die auf erneuerbare Energien umsteigen wollen, natürlich erst mal eine sehr gute Nachricht. PV-Systeme sind in den letzten Jahren deutlich im Preis gefallen. Das bestätigt auch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in seiner Veröffentlichung „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“. Zwischen 2010 und 2020 sind die Preise für PV-Module demnach um rund 90 Prozent gesunken. Dadurch ist Photovoltaik für viele Haushalte und Betriebe zugänglicher geworden – und genau das treibt den Markt an, im Positiven wie im Negativen.
PV-Module im Online-Preiskampf
Mit den fallenden Preisen ist etwas anderes gestiegen: die Versuchung, PV-Module einfach wie ein Paar Schuhe online zu shoppen. Das Angebot ist riesig, die Preisunterschiede sind es ebenfalls und viele Anbieter liefern sich auf Marktplätzen einen knallharten Preiskampf.
Das Problem ist, dass es bei einem Preiskampf meist einen klaren Verlierer gibt: die Qualität. Um hier ein gutes Angebot von einem Modul zu unterscheiden, dessen Preis auf Kosten von Materialqualität, Leistungskonstanz, Dokumentation, Garantieabwicklung und vor allem Sicherheit geht, braucht es ein sehr geschultes Auge. Online ist oft kaum ersichtlich, wie professionell ein Modul hergestellt und geprüft ist oder wie zuverlässig die Leistung und der Support im Ernstfall funktionieren. Zu viele Modelle, zu viele Zwischenhändler, zu wenig Transparenz. Auch Zertifikate und Prüfzeichen sind für Laien schwer zu verifizieren. Immer wieder kommt es auch zu Missbrauch von Prüfzeichen oder Dokumenten. Der TÜV Rheinland führt über solche Verstöße eine eigene Warning List – und auf der tauchen auch Solarmodule auf.
Photovoltaik ist ein langlebiges Energiesystem, das Jahrzehnte zuverlässig laufen soll. Dafür braucht es drei Dinge:
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Einen Hersteller, dessen Prüfungen und Zertifikate belastbar sind.
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Einen Partner, der Garantieleistungen in Deutschland sicherstellt.
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Eine Installation, die nach den Regeln der Technik geplant und umgesetzt wird.
Nur eine professionelle Planung und eine fachgerechte Installation nach geltenden Regeln, inklusive Blick auf Steckverbinder, Schutzkonzept und Netzanschluss, sorgen dafür, dass eine Solaranlage 20 Jahre und länger zuverlässig läuft. Außerdem stellen Sie mit einem zuverlässigen Partner vor Ort sicher, dass ein Ansprechpartner erreichbar ist, wenn nach Monaten oder Jahren Fragen auftauchen oder ein Problem auftritt. Klare Zuständigkeiten im Problemfall, statt Pingpong zwischen Händler, Plattform und Hersteller, sind hier weit mehr wert als ein kurzfristiges Schnäppchen.
Bei vielen Wohngebäude- bzw. Photovoltaikversicherungen ist ebenfalls Bedingung, dass die Anlage nach den anerkannten Regeln der Technik durch einen Fachbetrieb installiert wurde. Eine Selbstmontage kann im Schadensfall je nach Vertrag zum Ausschluss oder zu Kürzungen führen, manche Versicherer akzeptieren sie nur, wenn eine Fachfirma die Anlage abnimmt (deshalb: Bedingungen wirklich genau lesen). Außerdem laufen der Netzanschluss und die Inbetriebnahme ohnehin in der Regel über eine beim Netzbetreiber zugelassenen Elektrofachbetrieb bzw. ein eingetragenes Installationsunternehmen – und erst dann jemanden zu finden, der die Verantwortung für die Anlage übernimmt, ist in der Praxis sehr schwierig.
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