Heizen mit Solarstrom: Diese Möglichkeiten gibt es
Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach produziert sauberen Strom – oft sogar mehr, als tagsüber verbraucht wird. Warum also nicht auch die Heizung damit unterstützen? Wer mit Solarstrom heizt, senkt nicht nur seine Energiekosten, sondern macht sich auch unabhängiger von fossilen Brennstoffen und steigenden Preisen.
Ob Neubau oder Nachrüstung: Die Möglichkeiten, wie sich Photovoltaik sinnvoll mit einer Heizlösung kombinieren lässt, sind vielseitig. Doch welche Systeme eignen sich wann?
Sonnenstrom für wohlige Wärme: So gelingt das Heizen mit Strom
Ob über eine Wärmepumpe, die den gesamten Haushalt heizt oder einen Heizstab zur Warmwasserbereitung: Wer den eigenen Solarstrom auch für Wärme nutzt, steigert nicht nur die Eigenverbrauchsquote, sondern spart auch dauerhaft Energiekosten.
Option #1: Wärmepumpe: Der Klassiker mit Zukunft
Wärmepumpen nutzen die Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser und wandeln sie mit Hilfe von Strom in Heizwärme um. In Kombination mit einer PV-Anlage arbeiten sie besonders effizient, da ein Teil des Strombedarfs direkt vom eigenen Dach kommt. Außerdem sind Stromtarife für Wärmepumpen oft günstiger, sodass die Differenz auch kosteneffektiv aus dem Netz bezogen werden kann.
Vorteil:
Hoher Wirkungsgrad: Wärmepumpen erzeugen viermal so viel Energie, wie sie verbrauchen. Besonders sinnvoll sind sie in gut gedämmten Häusern.
Option #2: Warmwasserbereitung per Heizstab
Ein Heizstab im Pufferspeicher oder im Warmwasserboiler nutzt überschüssigen Solarstrom direkt, um Wasser zu erwärmen – oft ganz ohne komplexe Technik. Die Wärme des Heizstabs wird dabei direkt an das Wasser weitergegeben. Besonders clever wird das System, wenn es so programmiert ist, dass es nur den überschüssigen Solarstrom nutzt. So gelingt es, die PV-Power optimal zu nutzen.
Vorteil:
Günstig, wartungsarm und ideal zur Eigenverbrauchssteuerung. Perfekt für Haushalte, die tagsüber oft einen Stromüberschuss haben.
Fazit: Warum lohnt sich Heizen mit PV-Strom?
Das Heizen mit Solarstrom erhöht die Eigenverbrauchsquote, also den Anteil des selbst erzeugten Stroms, den Sie direkt nutzen. Da die Einspeisevergütung meist deutlich niedriger ist als die Stromkosten aus dem Netz, spart jeder selbst genutzte Sonnenstrom bares Geld. Vor allem in den Übergangszeiten, wenn tagsüber noch viel Solarstrom erzeugt wird, kann dieser direkt für Warmwasser oder Heizunterstützung eingesetzt werden – effizient, nachhaltig und wirtschaftlich attraktiv.
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